Homöopathie für Wunden beim Pferd

Von Deborah Meindl, Tierärztin
1. Februar 2021

Alle Bäralis-Informationstexte werden von veterinärmedizinischen Fachkreisen überprüft.

Will man die Homöopathie für Wunden beim Pferd nutzen, bietet die Tier-Homöopathie ein Vielzahl an Arzneien zur Soforthilfe für Ihr Pferd. Die Homöopathie gehört zu den Behandlungsformen der Naturheilkunde. Sie ist jedoch bis heute nicht wissenschaftlich anerkannt. Sie soll u.a. im Körper die Selbstheilungskräfte stimulieren. Lesen Sie hier mehr über Auswahl, Einsatz und Anwendung der homöopathischer Mittel für Wunden beim Pferd.

Beachte! Die hier gegebenen Hinweise ersetzen nicht den Tierarzt oder eine Behandlung von Notfällen!

 

Homöopathie für Wunden beim Pferd: Das passende Mittel wählen

Unterscheidung zwischen Konstitutionsmittel und Mittel zur Soforthilfe

Damit die Selbstheilungskräfte angeregt werden und der Körper heilen kann, ist die Wahl der richtigen Arznei von zentraler Bedeutung. In der klassischen Homöopathie wird das Tier in seiner Gesamtheit betrachtet. Um das passende Konstitutionsmittel zu finden werden Lokalsymptome, Allgemeinsymptome, Gemütssymptome und Modalitäten ausgewertet. Um für Ihr Tier das passende Mittel nach diesem ganzheitlichen Behandlungsansatz zu finden, wenden Sie sich an einen erfahrenen Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

Bei den Mitteln zur Wundversorgung ist diese ausführliche Anamnese nicht nötig. Bei akuten Problemen wie bei Wunden werden deshalb nur lokale Symptome zur Auswahl der Arznei zur Soforthilfe berücksichtigt. Die Art der Wunde, in welchem Stadium sich die Heilung befindet, welche Störungen der Wundheilung liegen vor usw. spielen jetzt die zentrale Rolle, um das passende Mittel für Ihr Tier zu finden.

Die hier im Beitrag gewählten Mittel, überwiegend in niedriger Potenz, wurden ausschließlich zur Versorgung lokaler Sympotme zusammengestellt.

 Hinweis:
Zum Wohle des geliebten Vierbeiners oder wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich frühzeitig einen homöopathisch erfahrenen Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Tierhomöopathen. Die Homöopathie kann bei der Wundversorgung beim Pferd nur unterstützen, wenn das richtige Mittel gewählt wurde.

Homöopathie für Wunden beim Pferd: Darreichung, Dosierung und Dauer

Potenzierte homöopathische Arzneien gibt es in verschiedenen Darreichungsformen: Tabletten, Globuli, Laktosepulver, Dilutionen. In Tabletten, Globuli und Pulver wird als Hilfsstoff Milchzucker (Lactose) verwendet, bei den flüssigen Dilutionen ist Alkohol der Trägerstoff.

Globuli werden dem Pferd direkt ins Maul beispielsweise in die Unterlippe oder den Maulwinkel gegeben oder versteckt im Obst verabreicht. Alkoholische Lösungen (Dilution) nicht direkt ins Maul geben. Auf Brot oder Leckerli träufeln und dem Pferd füttern.

Die Dosierung ist eng gekoppelt mit der Potenz des Mittels zur Wundversorgung beim Pferd. Lokale akute Symptome werden eher in niedriger Potenz behandelt. Sofern Sie ganz sicher sind, dass die Arznei genau mit den Symptomen übereinstimmt, werden von erfahrenen Tier-Homöopathen auch Potenzen wie C30 oder höher angewendet.

Die Dosierung und Dauer der Gabe hängt davon ab, wie alt die Wunde ist, ob sie blutet oder nicht und um welche Arten von Wunden beim Pferd es sich handelt (Schürf-, Stich-, Riss-, Schnitt-, Bisswunde oder Prellung/Quetschung).

Je akuter die Symptome sind, desto öfter muss die Arznei verabreicht werden. Akute Zustände nach frischen Verletzungen bedürfen somit häufigere Gaben als länger zurück liegende Wunden.

Höhere Potenzen ab D30 werden seltener gegeben und tiefe Potenzen wie D4, D6 oder D12 häufiger. Tiefe Potenzen können im Notfall alle 5-10 Minuten bis zur Besserung und dann nur noch 1-3 mal täglich gegeben werden.

Dosierung und Dauer der Gabe des homöopathischen Mittels für Ihr Pferd sollte täglich neu beurteilt und dem Heilungsprozess angepasst werden. Bei guter Reaktion kann sie sofort weniger oft verabreicht werden oder es kann auch auf ein anderes besser passendes Mittel umgestiegen werden. Eine zu lange Gabe kann Symptome einer Arzneimittelprüfung auslösen.

 Hinweis:
Die hier empfohlene Dosierung und Dauer kann unter Berücksichtigung des individuellen Tieres, der vorliegenden Symptome und Ihrer Erfahrung mit homöopathischen Arzneien variieren. Wie lange jeweils die homöopathische Arznei verabreicht wird, hängt vom Heilungsverlauf ab.

Homöopathie für Wunden beim Pferd: Nebenwirkungen

Als einer der wichtigsten Vorteile der Homöopathie wird häufig das Freisein von Nebenwirkungen genannt. Tatsächlich ist es so, dass die Gabe eines falschen homöopathischen Mittels praktisch keine negative Wirkung auf die Wundheilung beim Pferd hat. Um genau beurteilen zu können, ob und welche Nebenwirkungen sich zeigen, bedarf es einer Bewertung des Behandlungsergebnisses. Keine Reaktion kann vorkommen und als unverwünschte Reaktion bzw. vermeintliche Nebenwirkung z.B. als Erstverschlimmerung fehlgedeutet werden.

Es ist wichtig zu erkennen, weshalb es zu keiner Reaktion auf den Heilungsprozess kam:

  • Falsches Mittel: Die Arznei stimmt zu wenig mit den vorhandenen Symptomen überein.
  • Richtiges Mittel, falsche Potenz: Hier wurde für die richtige Arznei eine zu niedrige Potenz gewählt. Eine zu hohe Potenz hingegen kann eine sogenannte Erstverschlimmerung auslösen. In diesem Fall 1-2 Tage pausieren und mit einer niedrigeren Potenz erneut beginnen. Fragen Sie hierzu einen erfahrenen Tierarzt oder Tierheilpraktiker.
  • Richtiges Mittel, falsche Dosierung: Für das richtige Mittel ist möglicherweise die Häufigkeit der Gaben zu selten, um eine Reaktion hervorzurufen. Die Arznei öfter geben.
  • Die Wirkung der Arznei ist blockiert: Sind Sie sich sicher bei der Wahl des Mittels sowie der Potenz und es wirkt trotzdem nicht, wenden Sie sich an einen erfahrenen Tiertherapeuten. In diesem Fall kann ein vergangenes Ereignis oder eine frühere Erkrankung die Wirkung des Mittels blockieren. Diese Blockade muss als erstes aufgelöst werden, bevor die von Ihnen gewählte Arznei wirken kann.

Arzneimittelprüfung

Es ist dennoch möglich, dass man ungewollt ein Mittel „prüft“. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, testete die unverdünnte Substanz an gesunden Menschen. Er prüfte, welche Symptome dieses Mittel bei ihnen auslöst. Reagiert ein Tier besonders empfindlich auf ein bestimmtes Mittel, kann es sich um jene Symptome der Arzneimittelprüfung handeln.

Dies ist dann der Fall, wenn das falsche Mittel einem gesunden Tier gegeben wurde oder das Mittel zu lange verabreicht wurde, obwohl das Tier bereits wieder gesund war. Vermutet man solche Symptome bei seinem Pferd, sind dies Nebenwirkungen und das Mittel sollte sofort abgesetzt werden. Die Symptome der „Nebenwirkung“ bzw. der Arzneimittelprüfung sollten wieder verschwinden.

Homöopathie für Wunden beim Pferd: Wechselwirkungen

Homöopathische Mittel können in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten treten, wie z.B. mit Prednisolon oder Dexamethason. Diese synthetischen Glucocorticoide wirken wie das körpereigene Cortison abwehrschwächend und können die immunstimulierende Wirkung von homöopathischen Mitteln aufheben.

Auch ätherische Öle bzw. die Aromatherapie soltle mit besonderer Sorgfalt und Vorsicht gleichzeitig verwendet werden. Die ätherischen Öle können ebenfalls eine Wechselwirkung auslösen oder die Wirkung der homöopathischen Arznei sogar ganz aufheben.

Antibiotika stellen im Allgemeinen kein Problem dar; sie wirken in Verbindung mit den richtigen homöopathischen Mitteln sogar oftmals besser.

 Hinweis:
Die Desinfektionsmittel VIBA Protect akut Nr. 1 und VIBA Protect Nr. 2 zeigen keinerlei Wechselwirkungen mit der Homöopathie für Wunden beim Pferd und können zur äußeren Behandlung kombiniert werden.

Sei vorbereitet

Kleine Wunden passieren.

Die richtige Wundpflege = homöopathieverträglich.

 

VIBA Protect im Shop entdecken

Homöopathische Mittel für frische Wunden beim Pferd

Homöopathische Mittel sollen die Selbstheilungskräfte des Pferdes nach dem von Samuel Hahnemann begründeten Ähnlichkeitsprinzip stimulieren. Dieses Prinzip besagt, dass eine homöopathische Substanz, die bei einem Gesunden bestimmte Symptome auslöst, die gleichen Beschwerden bei einem Kranken heilen kann.

Wie werden Hautverletzungen beim Pferd homöopathisch behandelt?

Eine Wunde wird definiert als eine Verletzung der Haut und ggf. der darunter liegenden Strukturen. Eine Verletzung, aus medizinischer Sicht, ist eine Wunde oder andere Schädigung durch Gewalteinwirkung (Läsion). So werden offene bzw. geschlossene, akute bzw. chronische Wunden nicht immer mit der gleichen homöopathischen Arznei versorgt.

Eine offene Wunde entsteht immer durch eine Verletzung der Haut. Es gibt oberflächliche oder tiefe und komplizierte Wunden, je nachdem welche Hautschichten und Strukturen verletzt sind kommen verschiedene homöopathische Mittel in Betracht.

Bei einer geschlossenen Wunde beim Pferd befindet sich die Schädigung des Gewebes unter der intakten Haut wie bei Blutergüssen, Quetschungen, Prellungen, geschlossenen Brüchen oder Organverletzungen. Homöopathische Mittel sind hier sowohl für die äußerliche Verletzung, als auch zur Stillung der Blutung oder bei einer Schädigung von Nerven angezeigt.

 Hinweis:
Kleinere Wunden können Sie oft selbst versorgen. Handelt es sich allerdings um eine größere Verletzung oder ist der Schweregrad der Verletzung nicht genau ersichtlich, rufen Sie frühzeitig den Tierarzt. Ebenso wenn die Verletzung entzündet, geschwollen oder schmerzhaft ist. Homöopathische Mittel werden oft parallel zur tierärztlichen Behandlung gegeben.

Homöopathische Mittel für frische Wunden beim Pferd

Art der Wunde oder Verletzung

Mögliche Mittel

Hautabschürfungen mit und ohne Flüssigkeitsaustritt, Bluterguss, Quetschung Arnica* D12
Calendula* D12
Scheuerstellen, Satteldruck (Schürf-, Druck- und Quetschwunden durch mechanische Reizung der Haut) Arnika D4
Secale D12
Calendula D12
Risswunden durch Stacheldraht Hypericum C30 (lindert Schmerzen,
senkt das Risiko einer Tetanusinfektion)
Schnittwunden Staphysagria D6 oder D12 (beugt zudem der Bildung von wülstigen Narben vor)
Hypericum dazu, wenn Nerven verletzt sind
  * Hauptmittel bei Verletzungen
   
Bei den nachfolgenden Verletzungen Tierarzt rufen. Begleitend können folgende Mittel gegeben werden.  
Risswunden, auch mit zerfetzten klaffenden Wundrändern und Quetschungen Calendula D12
Stichverletzung mit Gefahr einer Sepsis mit akuten, verdickten Gelenk- oder Sehnenerguss; Wundbereich warm Apis C30 Hepar sulfuris
Hochpotenz (bei Sepsis)
Stichverletzung, geschwollen, Wundbereich kalt, meist durch Tierbisse, Zecken- oder Insektenstiche; große Bisswunden Ledum C30 oder höher
   
Verletzung von Venen mit dunkelroter Sickerblutung Hamamelis D12
Verletzung von stark durchblutetem Gewebe Bellis perennis D6 oderD12
Bei anhaltenden Blutungen Phosphorus C30 alle 30 Minuten
Wunden mit drohender Blutvergiftung Pyrogenium D30
   
Nervenverletzungen oder nervenreiches Gewebe, Verletzungen nach Stürzen, Nageltritt, Wunden am Kopf Hypericum D4
Muskelverletzungen, Muskelrisse (Müssen immer genäht werden) Arnika D4
Verletzungen von Bändern, Sehnen und Gelenken Rhus toxicodendron D12
Knochenverletzungen Symphytum D30
Verletzungen durch Schläge auf Gelenke und Knochen Hekla lava D4
Verbrennungen Cantharis D12
Hypericum D12

Hinweis:
Innerlich angewendete homöopathische Mittel für Wunden beim Pferd können äußerlich durch moderne Wundpflege-Produkte optimal ergänzt werden. Hierzu zählt z.B. VIBA Protect akut Nr. 1 und VIBA Protect Nr. 2 von Bäralis.

Mittel für Begleiterscheinungen

Wird eine Wunde nicht adäquat behandelt oder vernachlässigt, so kann es zu Begleiterscheinungen meist zusammen mit einer verzögerten Wundheilung kommen. Deswegen ist es wichtig, die Wunde frühzeitig genau untersuchen zu lassen. Eine Stichwunde beispielsweise kann sich auf den ersten Blick als kleine oberflächliche Verletzung darstellen. Erst bei der genaueren Untersuchung kann die tatsächliche Tiefe der Verletzung festgestellt werden. Auch Wunden auf denen sich Schorf bildet können den Anschein erwecken, bereits gut abgeheilt zu sein, während sich darunter Erreger weiter nahezu ungehindert vermehren. Dies kann zu Schmerzen, Entzündungen, Lahmheiten oder gar einer Sepsis oder Phlegmone führen.

Spätestens jetzt ist unter Umständen nicht mehr das Mittel für frische Wunden angezeigt, sondern sollte jetzt das passende Mittel für die gegenwärtig aufgetrene Begleiterscheinung gesucht werden.

 Hinweis:
Verzögert sich die Wundheilung, gibt es störende Begleiterscheinungen wie eitrige Wunden oder die Wunde heilt nicht, sollte frühzeitig der Tierarzt oder erfahrene Tiertherapeut gerufen werden. Durch Abwarten verstreicht wichtige Behandlungszeit. In erster Linie für die tierärztliche Versorgung, aber auch für die homöopathische Behandlung Ihres Pferdes.

Denn: je früher die Wundheilungsstörung behandelt wird, umso besser sind die Heilungsaussichten. Verbunden mit weniger Schmerzen und langwierigen Behandlungen. Achten Sie darauf, die Wunde sauber zu halten. Daher immer Einmalhandschuhe und sterile Wundkompressen verwenden. Spätestens jetzt Salben, Cremes, Aluspray oder Blauspray weglassen.

 

Homöopathische Mittel bei Begleiterscheinungen
Verzögerte Wundheilung durch
Mögliche Mittel
Sickerblutungen nach einer Wundnaht Millefolium oder Strontium carbonicum C30, alle 30 Minuten
Kleine Entzündungen Silicea D12
Örtlich infektiöse Prozesse, eitrige Wunden Lachesis D15 oder Pyrogenium D12
Entzündung Symphytum D4 (ein allgemein entzündungshemmendes Mittel)
Eitrige Wunden/Geschwüre Asa foetida D12
Chronische Entzündungen Silicea C30 (Fördert die Ausheilung)
Vernarbungen Silicea D30 (fördert zur Ausheilung)
Wildes Fleisch Acidum nitricum Hochpotenz, Thuja C30 (falls Acidum n. versagt) Calendula C30 zur Begleitung
Verdickungen bei kleinen Verletzungen Symphytum, Hekla lava oder Viscum album, je in D4
Narben - Calendula (für saubere Wundheilung mit minimaler Narbenbildung)
Silicea D12 oder C30 (Vorbeugung bzw. alte Narben verkleinern)
Calcium fluoratum D12 (Narbengewebe sehr hart und knotig)
Fluoricum acidum D12 (bei Narbenbildung mit Reizung)
Thiosinaminum D12 (alte Narben und Verwachsungen)
Eitrige Wunden oder Infektion Graphites D12

Grenzen der homöopathischen Behandlung und Alternativen

Arnica gilt als DAS homöopathische Mittel bei Verletzungen. Bei oberflächlichen Wunden, Blutergüssen und Quetschungen ist Arnica sehr gut geeignet.

Doch Vorsicht bei großen oder stark blutenden Wunden bei der Gabe von Arnica in höheren Potenzen. Diese können mögliche innere Blutungen sogar noch verstärken. Hohe Potenzen sind vor allem zu vermeiden, wenn die Wunde eventuell noch genäht werden muss. Ratsam ist es hier ggf. gemeinsam mit dem Tierarzt abzuwägen, welche Potenz sinnvoll ist.

Vorsicht ist bei der Reinigung von offenen Wunden mit Arnicatinktur angezeigt. Diese kann zu starken allergischen Hautreaktionen führen.

Zur Desinfektion und Reinigung offener Wunden eignet sich alternativ bspw. VIBA Protect akut Nr. 1. Nach dem Abtrocknen kann auf die saubere Wunde Calendulatinktur aufgetragen werden (selbst mischen im Verhältnis 1:20 mit Wasser verdünnt). Doch auch hier gut abwägen: Homöopathische Spüllösungen sind meist zum Selbermischen und bergen die Gefahr einer Infektion. Auf absolute Hygiene und saubere Gefäße achten.

Offene Wunden oder nässende Wunden sollten nicht mit homöopathischen Cremes wie Arnikasalbe oder Calendulasalbe bedeckt werden. Fetthaltige Salben sorgen für einen Luftabschluss, Erreger werden unter Umständen eingeschlossen und vermehren sich. Durch Cremes kann das Wundgewebe aufquellen. Die dünne Hautschutzschicht wird verletzt und erneut können Erreger in die Wunde eindringen. Die Wunde kann sich unter Umständen erneut infizieren sowie eine Rötung mit und ohne Haarausfall auftreten.

 Hinweis:
Offene Wundbereiche sollten nur mit Lösungen auf Wasserbasis versorgt werden. Keine homöopathischen fettigen oder ölhaltigen Cremes auftragen. Gebrauchsfertige Hydrolate-Lösungen, ein Pflege- und Reinigungs-Schaum oder Honig sind geeignete Alternativen zur fetthaltigen Creme. Diese allenfalls bei gut verschlossenen Wunden zur Pflege anwenden.

Autoren & Quellenverweis

Datum:
1. Januar 2021

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Vorgaben der tierärztlichen Fachliteratur sowie aktuellen Erkenntnissen. Die Inhalte wurden von Tiermedizinern geprüft.

Autorin:

Deborah Meindl

Neben dem Studium zur Tiermedizin widmete sie sich der Naturheilkunde und manuellen Therapien am Pferd. Heute ist sie als Tierärztin für Groß- und Kleintiere im Raum Weingarten/Ravensburg tätig. Sie steht in engem Austausch mit Susan Bär im Bereich Stoffwechselkuren und unterstützt jetzt die Redaktion der Bäralis-Produkte.

Quellen:

  • Derek C. Knottenbelt: Wundversorgung in der Pferdepraxis. Urban & Fischer, 1. Auflage, 2006
  • E. Wiesner, R. Ribbeck: Lexikon der Veterinärmedizin. Enke-Verlag, 4. Auflage, 2000
  • T. Couzens: Das Pferde-Homöopathie-Buch. Narayana-Verlag, 1. Auflage, 2010
  • W. Salomon: Naturheilkunde für Pferde, Ullstein-Verlag, 13. Auflage, 2008
  • S. Perko: Therapieleitfaden Homöopathie, Narayana-Verlag, 2. Auflage, 2011